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Ebook Der Brotmacher: Bäcker. Beter. Unternehmer.

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Produktinformation

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten

Verlag: Brunnen; Auflage: 2 (30. Januar 2019)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3765506966

ISBN-13: 978-3765506963

Größe und/oder Gewicht:

13,9 x 2,3 x 21,5 cm

Durchschnittliche Kundenbewertung:

4.8 von 5 Sternen

8 Kundenrezensionen

Amazon Bestseller-Rang:

Nr. 47.241 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Als Tochter fällt es mir hier natürlich nicht schwer 5 Sterne zu vergeben. ;) Aber diese sehr gute Bewertung rührt nicht nur von meinem Verwandtschaftsgrad her... ich bin wirklich berührt von diesem Buch. Es ist lustig, aber auch nachdenklich. Mir gefällt es sehr gut, dass mein Papa nicht nur "Alles ist happy clappy!"-Geschichten zum Schmunzeln erzählt, sondern auch tief, ehrlich und authentisch von Fehlern, Misserfolgen - ja, eben von den Herausforderungen seines Lebens schreibt und wie er damit umgegangen ist. Gott war ihm dabei immer der erste Ratgeber - so fromm das jetzt auch klingen mag. Doch der Glaube an Jesus Christus durchzieht das Leben meines Vaters auf eine Weise, die mich nicht abschreckt, sondern beeindruckt. Sein ermutigendes Buch, als kleine Art einer Auto-Biografie, kann ich also wirklich nur empfehlen.

Hat mich bestärkt, einmal eine Biografy von einem ganz normalen Menshcen zu Lesen, der mt Jesus durch dick und dünn geht.

An Karl-Dietmar Plentz kommt man in Oberhavel kaum vorbei. Die Filialen seiner Bäckerei sind u.a. in Oranienburg, Kremmen und Velten. In Schwante steht die große Backstube, dort schlägt das Herz des Unternehmens.Aber der Bäckermeister tritt nicht nur dort in Erscheinung. ER ist in der Lokalpolitik tätig, er engagiert sich in der Region und ist bekennender Christ.Davon erzählt er nun auch in einem Buch.Plentz ist immer wieder zu Vorträgen eingeladen, dort erzählt er über sein Unternehmen und wie sich das mit seinem Glauben vereinbaren lässt. Immer wieder ist er gefragt worden, ob man diese Vorträge irgendwo nachlesen könne. Schließlich ist er auch von einem Verlag angesprochen worden. Die Idee eines Buches war geboren.Gemeinsam mit der Berliner Autorin und Lektorin Andrea Specht hat Plentz 2018 viele gemeinsame Stunden verbracht. Sie haben sich über sein Leben unterhalten, er hat Anekdoten und seine Geschichte dargelegt. Sie hat das in seinen Worten in Buchform gebracht. Nun ist "Der Brotmacher" im christlichen Brunnen-Verlag erschienen. Untertitel: "Bäcker. Beter. Unternehmer."Das Buch spielt auf mehreren Ebenen. Plentz berichtet von seiner Jugendzeit, als er mit Freunden am Mühlensee in Vehlefanz so etwas wie Bomben gebaut hat, die dann auch tatsächlich detonierten. Das hat für ordentlich Ärger gesorgt. Das Muttersöhnchen - er ist zu Hause nie ausgezogen, die Familie blieb in Schwante bis zum Tod der Eltern immer beisammen - erzählt davon, wie er als Christ in der DDR zurecht kam. So weigerte er sich während des Kriegsdienstes zu schießen - und kam irgendwie damit durch. Viel erzählt er von seiner Familie, wie er seine Frau kennengelernt hat, wie sich das Leben mit seinen Kindern gestaltet. Plentz legt aber auch dar, wie sein Bäckerunternehmen das wurde, was es jetzt ist. Welche Kämpfe zu gewinnen waren und welche Konzepte dahinterstehen.Wer Plentz nur als Bäcker und örtlichen Wohltäter kennt, wird in seinem Buch viel Neues über ihn erfahren. Erstaunlich offen erzählt er aus seinem Leben. Der Leser bekommt mit, welchen unglaublichen Zusammenhalt es in dieser Familie gibt. Aber auch, dass in jeglicher Hinsicht sehr viel Arbeit dahintersteckt. Arbeit, um diese Familie zusammenzuhalten, um das Unternehmen zu führen. Ein bisschen schade ist, dass gegen Ende eher nur noch eine Aufzählung verschiedener PR-Konzepte erfolgt.Dass Karl-Dietmar Plentz tiefgläubig ist, ist keine Neuigkeit. Erstaunlich ist mitunter, wie weit dieser Glauben geht. In fast jedem der Kapitel spielt Gott eine Rolle. Es ist immer Gott, der, so sagt es Plentz, in sein Leben eingreift, es beeinflusst, es steuert und der ihm Hinweise gibt. Das kann man nicht kritisieren, es ist ein nicht veränderbarer Lebensstil. Als Außenstehender ist die Umfänglichkeit des Glaubens aber mitunter befremdlich. So wird im Buch erzählt, dass es Probleme beim Umbau der Veltener Filiale gab, die fast zum Projekt-Aus führten. Mitglieder des christlichen Unternehmerkreises trafen sich daraufhin dort zum beten, es wurde Gott geweiht. Kurz danach sei plötzlich der Brief gekommen, der das Projekt-Aus abwendete. Gottes Tat. Es ist einer der Uijuijui-Momente.Auch erscheinen einige der familiären Erzählungen hin und wieder ein wenig zu intim. Andererseits drückt sich Plentz sehr blumig aus als vom einem Fehler die Rede ist, die fast zur Scheidung mit seiner Frau geführt habe. Aber auch da sei Gott zur Stelle gewesen.Darauf muss und kann man sich jedoch einlassen. Auch wenn diese Erzählung einer sehr christlichen Lebensweise mitunter befremdlich erscheint - es macht das Buch nicht zu einem schlechten Buch. Nur weil man einiges merkwürdig findet und für sich selbst ablehnt, ist es dennoch interessant zu lesen. Letztlich ist es genau das, was es im Titel verspricht.

Normale Bäckereien führen – aus meiner Optik – ein eher beschauliches Dasein, vermutlich wegen der Teig-Herstellung und dem Brotbacken. Alles ist auf Langzeit angelegt sind, nichts von Hektik. Man muss warten können, bis ein Brot fertig ist, auch wenn heute in den Supermärkten per Tastendruck sofort ein "frisch gebackenes" (?) Brötchen erhältlich ist.In "Der Brotmacher" wurde ich eines anderen belehrt. Karl-Dietmar Plentz ist ein erfolgreicher Geschäftsführer eines grossen Unternehmens, das 1877 seinen Anfang nahm. Heute wird eine Filiale nach der anderen eröffnet. Er selber ist sehr innovativ, entwickelt immer neue Ideen und pflegt darüber hinaus unzählige Kontakte nach links und rechts. Er lebt mit klaren Prioritäten. Seine Familie (fünf Kinder) hat für ihn eine hohe Priorität. Die Kirche ist nicht nur Pflicht oder Hobby. Der christliche Glaube ist für ihn die wichtigste Stütze seines Lebens. Seine originelle Art macht ihn zum interessanten Gesprächspartner, auch für Wirtschaftsbosse und Politiker, bis hin zu höchsten Regierungsstellen. Gesellschaftlich gewandt, ein begabter Organisator – ein Allrounder im besten Sinn.Zu DDR-Zeiten gehörte die Gemeinde Schwante (der Hauptsitz der Bäckerei) zum Bezirk Potsdam. Ich staune, was in dieser "gottlosen" Zeit für erfinderische Köpfe nicht alles möglich war! Kein Jammern über die damaligen Zustände und Hindernisse. Nichts von defensivem Christsein! Die Möglichkeiten, die sich auch überzeugten Christen boten, wurden offensiv genutzt. Eine kreative Idee nach der anderen wurde verwirklicht.Nicht nur ausgezeichnetes Brot backen und immer wieder Neues erfinden waren Kennzeichen seiner Bäckerei. Als Kern seiner Berufung definierte Karl-Dietmar Plentz, "Leuten etwas anzubieten, was toll schmeckt, aber auch als Christ in der Öffentlichkeit zu stehen, auf Jesus hinzuweisen und Verantwortungsträger zu ermutigen". Bei seinen vielen Projekten erkundigte er sich immer wieder bei Gott, was er dazu meinte. Für ihn waren Verzögerungen beim Ausbau nicht einfach Pannen, sondern Gottes Weg, um noch Besseres zustande zu bringen.Was ich in einem "Bäckerbuch" nicht erwartet hatte, war der sehr Einblick in das Familienleben bei Plentz. Zusammen mit seiner Frau Agnes haben sie fünf Kinder grossgezogen. "Die Kindererziehung ist wie kaum ein anderer Bereich von einem Gott abhängig, der Gnade schenkt und vergibt", schreibt Karl-Dietmar Plentz im Rückblick. Der persönliche Einblick in seine Familie war für mich eine echte Herausforderung. Manches las ich mit schlechtem Gewissen: So gut wie der war ich selber bei weitem nicht. Er organisierte Partys für seine heranwachsenden Kinder (der Vater an vorderster Front mit dabei), seinen Töchtern stellte er bei der ersten Regel 30 Rosen aufs Zimmer, daneben einen handgeschriebenen Liebesbrief. Grossereignisse wie zum Beispiel die eigene Silberne Hochzeit waren nicht nur für die eigene Familie gedacht, immer wurden auch Freunde, Kunden und Verwandte eingeladen.Dass diese betriebsame, rastlose Art seinen Preis forderte, erfuhr der Autor bei einem handfesten Burnout, das ihn sieben Wochen ausser Gefecht setzte. Aber auch dies nahm er aus Gottes Hand, der in der verordneten Stille ihm ganz neu begegnete und zu neuen Taten beflügelte. So ist dieses Buch eine grosse Ermutigung für Familienväter, einfache Arbeiter, Unternehmer, ja sogar Pastoren, nicht mit dem Durchschnitt zufrieden zu sein, sondern von Gott noch viel Grösseres zu erwarten.

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